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Berufsparcours 2019

Auch in diesem Jahr war der AV Ausbildungsverbund Mönchengladbach Teilnehmer und Gastgeber des Berufsparcours 2019. 


Erstmals seit Einführung des Berufsparcours tritt die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach (UME) als Veranstalter auf. Unter der neuen Führung wurden einige neue Ideen und Verbesserungen umgesetzt um den Schülern einen noch interessanteren und erfolgreicheren Tag bieten zu können. Der Berufsparcours bietet den Schülern der Region schon seit Jahren die Möglichkeit sich optimal über  gewerblich technische und kaufmännische Berufen zu informieren.


Berufsparcours in MönchengladbachSchüler entdecken Industrie-Berufe

Mehrere Hundert Jugendliche lernten beim Berufsparcours der Unternehmerschaft Metall und Elektro spannende Jobs im gewerblichen Bereich kennen. Die Industrie sucht dringend guten Nachwuchs.

Ganz ruhig und behutsam wird der Lötkolben angesetzt, um die beiden Kabelenden zu fixieren. Ein weiteres Lämpchen des „Elektro-Weihnachtsbaums“ leuchtet auf – der Strom fließt. In den Werkstätten des Ausbildungsverbunds Mönchengladbach im SMS-Businesspark herrscht anlässlich des sechsten Berufsparcours für Elektro- und Metall-Berufe ein noch bunteres Treiben als sonst. Rund 280 Schüler der achten bis zehnten Klassen der Gesamt-, Haupt- und Förderschulen bekommen die Möglichkeit, in die Berufe der Elektromechaniker, Metallbauer und Industriekaufleute hineinzuschnuppern und selbst Hand anzulegen. Es wird isoliert, gelötet, zusammengebaut und sich mit den Auszubildenden ausgetauscht.

An den „Parcours-Stationen“ in den Räumen des Ausbildungsverbunds präsentieren sich renommierte Firmen aus der Region wie Scheidt & Bachmann, die SMS Group oder der TAS (Telefonbau Artur Schwabe), Trützschler und ATB Schorch. Das sind allesamt Betriebe aus der klassischen Gladbacher Industrie, die in den vergangenen Jahren zwar ein wenig an Stärke verloren hat, aber immer noch sehr viele Menschen in der Stadt beschäftigt. Und die dringend Nachwuchs braucht. Dabei wissen nach Angaben der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie rund 90 Prozent aller Jugendlichen nicht, welche Ausbildungsberufe es in der Metall- und Elektroindustrie gibt. „Unsere Motivation ist es, den Schülern eine Orientierung zu geben, welche Möglichkeiten sich im Bereich Elektro und Metall bieten“, sagt Holger Baunach von der Unternehmerschaft. Um einen individuellen Zugang zu den Schülern zu bekommen, werden nach der Begrüßung durch Baunach und Vera Kamlowski, Geschäftsführerin des Ausbildungsverbunds, Gruppen von zehn Schülern gebildet. Die Gruppen begeben sich dann in den Parcours – von Station zu Station. Einen Startpunkt bildet die Gladbacher Firma für Systemtechnik Scheidt & Bachmann. Nach einer kurzen Einweisung durch einen Auszubildenden heißt es, selbst praktisch zu arbeiten. In 15 Minuten soll eine einfache Schaltung zusammengebaut werden oder der elektronische Weihnachtsbaum weiter zum Leuchten gebracht werden. „Die Auszubildenden sind besonders wichtig bei den Parcours. So können sich die Schüler mit fast Gleichaltrigen austauschen“, sagt Baunach. 

In den angrenzenden Werkstätten lernen die Schüler noch weitere Berufe kennen. Bei der SMS Group bekommen die Jugendlichen einen Einblick in den Beruf des Technischen Produktdesigners. Anhand von technischen Skizzen soll eine kleine Metalllokomotive zusammengebaut werden. Beim TAS Betrieb für Sicherheit und Kommunikation geht es noch ein wenig mehr in Richtung Informationstechnologie. Hier können die Schüler auch gleich einen Test machen, der dem Eignungstest der Firma sehr ähnlich ist. „So können die Jugendlichen gleich herausfinden, ob dieser Berufszweig etwas für sie ist“, erklärt Dieter Schulz von der TAS.

Der Ausbildungsverbund, der aus der früheren Ausbildungswerkstatt von Schlafhorst hervorgegangen ist, kooperiert mit vielen Betrieben aus der Region und bildet auch eigenständig in Metall- und Elektroberufen aus. „Die ersten Male hat der Parcours in der Gesamtschule Volksgarten stattgefunden“, sagt Geschäftsführerin Kamlowski. Dann zog man mit dem Projekt in die eigenen Räumlichkeiten auf dem Gelände von SMS. „Der Facharbeitermangel ist auch bei uns deutlich zu spüren. Wir bekommen laufend Anfragen von Firmen, ob wir Auszubildende vermitteln können. Der Bedarf ist zur Zeit enorm“, sagt die Geschäftsführerin. So ist man zuversichtlich, dass sich der Berufsparcours auch in den kommenden Jahren hoher Teilnehmerzahlen erfreuen kann.

Rheinische Post vom 14.02.2019


 

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